So spannend ist das nicht, aber schon interessant. Die stabilste Chelatverbindung ist Fe-III, die von dir genannten sind alle schwächer. Das spielt allenfalls insofern eine Rolle, als dass ausreichend Chelatoren vorhanden sein müssen. Schwache Chelatoren sind also nicht nur gut. Noch schwächer ist aber Fe-II komplexiert und das ist wichtig! Eisen III und Eisen II liegen in einem bestimmten, vom Redoxpotenzial abhängigen Verhältnis vor. Allermeist als Eisen III, ein sehr geringer Teil als Eisen II. Auf dieses Verhältnis hat die Chelatierung keinen Einfluss! Auch wenn von Fe-II-Chelaten die Rede ist, dann ist es nur eine Frage der Zeit, dann liegen die überwiegend als Fe-III-Komplex vor. Da aber immer ein geringer Teil als Fe-II-Chelat vorliegt, der Komplex aber eine sehr geringe Stabilität hat, wird Fe-II von allen möglichen Se, auch Calcium, Magnesium aus dem Komplex verdrängt - und so rieselt Fe-II auf die Pflanzen. Pflanzen können Fe als Fe-II und als Fe-III-Komplex aufnehmen. Wird das Fe-II aufgenommen, wird aufgrund des festen Verhältnisses wieder Fe-II nachgebildet und so werden die Pflanzen ständig ein wenig mit Fe-II berieselt.Sepp0207":l9a51f0k schrieb:weiß zufällig jemand, ob die übrigen Mikronährstoffe in gleichem Umfang zu Ausfällungen neigen wie Fe? Oder sind die Chelatverbindungen von Mn, Cu, Zn usw. stabiler?
besser wäre es die Ursache des außerordentlichen Fe-Verbrauchs zu finden, denn das könnte auch bei anderen SE zum Tragen kommen. Deshalb filtere ich eben "gering" und vermeide nachweisbares Phosphat. Die Nährstofflücken sind viel problematischer als ein ständig höherer, vollständiger Nährstoffgehalt.Sepp0207":9rc33pym schrieb:Wenn ich jetzt ein Becken mit sehr hohem Fe Verbrauch habe (warum auch immer), dürfte eine Erhöhung der Volldüngermenge doch dann zwangsläufig zur Akkumulation der übrigen Mikros führen. In einem gewissen Umfang ist das sicher unproblematisch zumal sich das ja auch über Wasserwechsel wieder regulieren lässt. Nur kann es nicht sein, dass sich das Verhältnis Fe zu den übrigen Mikros vielleicht sogar innerhalb einer Woche derart verschiebt, dass z.B. Cu oder Mn die Fe Aufnahme behindern? Oder ist eurer Meinung nach die dreifache Herstellerdosierung noch unproblematisch? Wäre es unter diesen Umständen nicht sinnvoller einfach bloß Fe nachzudüngen statt Volldünger?
Erzähl' uns doch einfach ein bischen mehr darüber!Wenn ich jetzt ein Becken mit sehr hohem Fe Verbrauch habe (warum auch immer)
Ja (gemäß meiner Logik).dürfte eine Erhöhung der Volldüngermenge doch dann zwangsläufig zur Akkumulation der übrigen Mikros führen.
"Jein"; da uns Informationen/ Vermutungen deinerseits fehlen. So einfach ist das nicht: wie wechselst du "Wasser". Entmineralisiert? Aufgesalzt?In einem gewissen Umfang ist das sicher unproblematisch zumal sich das ja auch über Wasserwechsel wieder regulieren lässt.
Auch hier: ja und nein; abhängig weiterer Schilderungen/Vermutungen deinerseits, die zielführend sein könnten!Nur kann es nicht sein, dass sich das Verhältnis Fe zu den übrigen Mikros vielleicht sogar innerhalb einer Woche derart verschiebt, dass z.B. Cu oder Mn die Fe Aufnahme behindern?
Bin ich nicht so glücklich drüber, da das zu einer deutlich überproportionalen Fe-Anreicherung führt. Ist für mich als Betreiber von ausdauernden Aquarien halt die Frage wie lange das gut geht, denn das wird sich bei steigenden "Fe-Depots" auch wieder entsprechend rücklösen
nik":u0s8mk7w schrieb:da ich so etwas mit Sand nicht erreichen kann, du nicht filterst, derzeit ordentlich düngst, kann ich nur das Soil in Verbindungen mit früher anderer Düngung als mögliche Ursache vermuten. Das Soil wäre dann pufferndes Gedächtnis. Das ist Spekulatius.
In meinem Fall beschreibt es bereits die Überschrift. Die doppelt bis dreifache Menge an Volldünger verbrauchen meine Pflanzen alleine eher nicht. Doch selbst mit stark limitierter Po4 Düngung habe ich einen deutlich erhöhten Volldünger Verbrauch, wenn auch nicht die dreifache Herstellerdosis.Frank2":u0s8mk7w schrieb:WO bleibt all der Dünger eigentlich? Die Bepflanzung rechtfertigt fast immer nicht den Verbrauch.
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