Re: Rot
unkelrot Verhältnis in Beleuchtung in deren Effekte
Hi,
Die Umstellung emers ? submers und zurück ist ein hormoninduzierter, kein lichtinduzierter Vorgang.
Der Grund wieso ich emers vs. submers angesprochen habe war weil der
Ethylen-Vorgänger ACC scheinbar vom Phytochrome gesteuert wird von dunkelrot dessen Konzentration verringert, ich würde also wenn es danach geht weniger vom submers-erzeugenden Phytohormon Ethylen und daher emerseren Wuchs erwarten. Weniger pinnatisecte H. difformis/balsamica/odora etc, so was in der Art. Aber halt keine Ahnung ob ich das so ins Aquarium übertragen kann.
Dann hau mehr Licht drauf. Weißes Licht. Die Färbung ist bei den meisten Pflanzen eine Schutzpigmentbildung als Reaktion auf (zu) viel Licht.
Die Tricks mit mehr Licht und/oder N/P zu limitieren kennt man ja. Aber mich wundert es halt ob es vielleicht noch ein paar mehr Tricks gibt um wirklich Farben rauszuholen. Auch kenne ich keine gute Antwort auf die Frage wie viel welche Farbe zu "mehr Licht" zählt. Das Allgemeinwissen sagt ja die roten und orangen Pigmente sind Sonnencreme, also hätten blaues und UV Licht ein höheres Gewicht? Das könnte also auch was mit Photomorphogenese-pigmenten zu tun haben.
Naja, es gibt Kurztagblüher, Langtagblüher und tagneutrale Blüher. Blühen tun unsere Pflanzen aber unter Wasser nicht, das tun nur auf der Wasseroberfläche flutende bzw. darüber hinauswachsende Triebe.
Taglänge beeinflusst mehr als nur das Blühen. Manche Wasserpflanzen haben auch verschiedene Formen in Abhängigkeit von der Taglänge wie Z.B. Proserpicana palustris (Schmidt, Millington 1968) oder auch
Echinodorus-Arten, das sollte angeblich auch vom Phytochrom moduliert werden.
Das ist ein guter Einwand mit dem Cryptochrom. Da muss ich mich auch nochmal einlesen.
jetzt kommt eine steile These von mir: Ich konnte viele aquarienübliche Pflanzen in Natur beobachten die im Aquarium an der Oberfläche fluten und in der Natur konsequent nur bis 20cm unter der Wasseroberfläche wachsen. Ob der Wasserstand nun 50cm oder 250cm beträgt, die Oberfläche wird nie erreicht, außer der Pegel fällt. Ich schätze das hat was mit Licht und der Filterwirkung von Wasser zu tun. Mit der Lichtstärke auf keinen Fall.
Das in der Natur die Wasserpflanzen oft nicht bis an die Oberfläche wachsen, das könnte sowas wie umgekehrte Schattenflucht sein? Schattenflucht heißt ja längere Internodien und stärkere Apikaldominanz, dem entgegenstehen würde also dichterer, verzweigterer Wuchs flach zur Seite. Für Wasserpflanzen kann so ein Verhalten sogar vorteilhaft sein wie die Existenz von Bodendeckerpflanzen belegt. In dem Sinne rate ich mal: Ein DR lastigeres R

R Verhältnis bei wachsen simuliert die Pflanze ist nahe der Oberfläche, man würde also eher so ein Verhalten erwarten. So was wie
hier, wo die Überproducktion vom DR Phytochrom A umgekehrte Schattenflucht erzeugt hat.
MfG