Hallo,
vielen lieben Dank für eure schnelle Rückmeldung. :smile: @ Moni: Genau das, was du schreibst, hatte ich auch befürchtet - gesättigt hätte ich das Akadama, aber das Zusammenpappen ist ein Nachteil. Und jedes Mal den starken Nebel beim Umpflanzen zu haben, ist übel, wahrscheinlich setzt sich dann ja auch alles auf die Pflanzen.
@ Nik: Eine Bodenkammer klingt interessant - aber wie muss man sich es vorstellen, dass die Nährstoffe hindurch diffundieren? Trennst du Sand und Wasserkammer dann mit einer bestimmten Membran oder einem stabilen feinmaschigem Sieb? Wie funktioniert es, dass ein osmotischen Austausch in eine Sandschicht bewerkstelligt werden kann? Uff, ich muss das mal nachlesen und die Biologen im Freundeskreis nerven.
Der Wechsel zu Akadama hätte mich insofern gereizt, als dass ich in meinem neuen Aquarium primär wurzelzehrende Echinodoren gepflanzt werden. Ich versuche mich gerade an einem biotopnahen Aquarium mit Pflanzen aus dem subtropischen Südamerika aus stehenden Gewässern. Insofern tat sich recht schnell die Idee mit Lehm auf, da ich den aber aus früherer Zeit noch als sehr nervig in Erinnerung habe, kam mir Akadama in den Sinn. Die Auswahl an Pflanzen ist auch schwieriger als ich anfänglich dachte, aber dazu werde ich noch an anderer Stelle schreiben, hier werde ich Kompromisse eingehen.
Weiterhin habe ich in Sandbecken häufiger das Problem mit Cyanos im Bodengrund gehabt, ich hoffe, dass Niks Ansatz hier jedoch gute Abhilfe dagegen schaffen sollte.
Ansonsten habe ich ebenso die Erfahrung gemacht, dass Aquarien mit Sand (0,4-0,8) eine lange Standzeit haben, mein längstes stand 12 Jahre.
Interessanterweise habe ich aktuell ein Aquarium mit Sand bzw. Kies in der Körnung 1-2 mm, wo keine Cyanos wachsen, sondern an kleinen Stellen unter der Eleocharis Minima saftig hellgrüne Algen, die ich laienhaft als Grünalgen bezeichnen würde. Sorgen bereiten sie mir nicht, ich sehe mittlerweile auch, wenn ich mal wieder zu wenig Nitrat oder Phosphat im Aquarium habe, also ich mal wieder das Nachdüngen vergessen habe. Aber ich werde die Algen natürlich weiter beobachten, vielleicht sind sie ja schon Anlass zur Sorge.
Von der Beleuchtung her wird das neue Aquarium ca. 37-40 Lumen pro Liter haben (realistische Lumen, theoretische wären es über 50) die Beleuchtung bastle ich gerade. Somit wäre wohl für mein geplantes neues Aquarium Sand von Vorteil und die Wurzelzehrer partiell mit Düngetabletten zu versorgen der bessere Weg. Als Filter habe ich hier ein Filterbecken, welches ich dann möglichst sparsam mit Matten bestücken werde, Sand als Filtermedium könnte vielleicht auch eine Möglichkeit sein. Falls die Durchströmung zu ungleichmäßig sein sollte, werde ich noch eine Strömungspumpe installieren. Ganz ohne Filtermaterial traue ich mich noch nicht - auch wenn mein Besatz überschaubar sein wird : Eine Gruppe Borelli Opal aus Paraguay, 10-20 Otocinclus piribebuy und eine Gruppe A. Nigripinnis auf 450l. Ansonsten werde ich mit Mulm aus dem Teich animpfen, bewusst einmal auf Schnellwüchsiges verzichten und mit 6 Stunden Licht einfahren. ML SB und NO II werde ich auch verwenden, zumindest in einem anderen Aquarium ohne CO2-Zugabe habe ich schnellere Assimilation nach der Zugabe beobachten können. Und zögerlich mit der Düngung werde ich auch nicht sein - wahrscheinlich wird es mich Überwindung kosten, voll aufzudüngen, aber da muss ich jetzt durch.
Vielen lieben Dank für eure guten Tipps, ich hoffe, dass ich alles einigermaßen richtig verstanden habe.
Liebe Grüße
Sarah