Osmosewasser erwärmen

Hendrik286

New Member
Hallo,

ich befülle mein ca. 500l Aquarium beim Wasserwechsel immer direkt mit dem Schlauch der Osmoseanlage, die ich mir diesen Sommer gekauft habe. Ich habe nun Sorge, dass das Wasser im Winter sehr kalt sein könnte und würde es daher gerne durch einen Durchlauferhitzer oder Ähnliches schicken, um es auf zumindest 20 Grad oder mehr zu erwärmen. Die Durchlauferhitzer, die ich beim amazon & co. so finde, sind allerdings nicht für 1/4 Zoll Osmoschläuche und auch nicht für die vergleichsweise geringen Durchflussmengen (bei mir 1,3l / min) ausgelegt. Hat jemand schon mal eine Lösung dafür gebaut?

Beste Grüße,

Hendrik
 
Hey,

als Durchlauferhitzer wirds vermutlich wirklich schwierig.
Einfacher wäre es wohl das Wasser vorher zu sammeln, dort aufzuwärmen und dann ins Becken zu pumpen.


Bei 500l stelle ich mir den Wasserwechsel direkt aus der Osmoseanlage allerdings auch extrem langwierig vor.
Ich hab 450l (Brutto) und mach in der Regel 180l WW pro Woche, das wären rund 3h fürs auffüllen (im Winter ist der Durchfluss meist niedriger), mit meinem Fass im Keller dauert das nur rund 15 Minuten (was hauptsächlich am dünnen 1/2" Schlauch an der Pumpe liegt).
Zusätzlich kann ich das Wasser vorher schon fertig aufsalzen und (bei Bedarf) auch n Heizstab reinhängen.

Da ich den Platz habe, füll ich das Fass immer direkt nach dem WW automatisch (Magnetventil + Schwimmerschalter) wieder auf, so dass ich nicht aufpassen muss das es überläuft.


Grüße
Lars
 
Hallo Hendrik,

Ich könnte mir vorstellen, dass man so einen JBL pro temp e Aussenheizer benutzen könnte.
Adapter von der Schlauchanschluss Größe auf 1/4 Zoll sollte es zu kaufen geben. Oder mit ein wenig handwerklichem Geschick abgeändert werden. Vielleicht kennst du jemanden der Zugang zu einer Drehmaschine hat.

Ich habe mir da früher auch schon ein paar Adapter umgebastelt.
Der 3. und 4. auf dem Bild wären geeignet für 12 mm bis 15mm Schlauchanschluss innen.
IMG_20240920_134326.jpg
Der letztere passt sogar halbstreng in einen 16/22 Schlauch. Mit Orca Unterwasserkleber eingeklebt wird das auch dauerhaft dicht und hält ewig. IMG_20240920_135936.jpg

Oder du besorgst dir Schlauchtüllen mit Gewinde und Steckverbinder mit dem selben Gewinde. Alles 2 mal.
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,

dein Becken hat 500L und deine Osmose macht unter optimalen Bedingungen (25°C und 4 Bar Druck) 1,3L/Minute bzw. 78L pro Stunde.
Bei einem 50% WW braucht es im Sommer 2 Std 54 Min (225L/78L/h=2,89h) um das Becken zu füllen. Im Winter, bei kälterem Leitungswasser, schätze ich eher 4 Stunden. Selbst wenn die Temperatur im Becken bei 22°C lag und du 10°C kaltes Wasser einfüllst und davon ausgehst, dass sich über die Raumluft oder Aquarienheizer das Wasser nicht aufheizt, dann hast du eine Endtemperatur von 16°C. Damit kommen viele Fische kurzzeitig (einige Stunden) klar.
In der Natur kühlt es bei einem Starkregen auch gerne mal kurz ab.
 
Hallo Hendrik,

bei 1,3 Litern pro Minute Durchfluß brauchst Du je Grad Temperaturerhöhung 90 Watt Heizleistung. Durchlauferhitzer mit so geringer Leistung habe ich nicht gefunden.


Viele Grüße
Robert
 
Hallo Erwin,

ja, sicher, aber der kleinste Durchlauferhitzer, den ich auf die Schnelle gefunden habe, hat schon 2 kW. Viel zu viel. Keine Ahnung, ob der sich per Phasenan- oder -abschnittsdimmung in der Leistung reduzieren ließe.


Viele Grüße
Robert
 
Hi,

Selbst wenn die Temperatur im Becken bei 22°C lag und du 10°C kaltes Wasser einfüllst und davon ausgehst, dass sich über die Raumluft oder Aquarienheizer das Wasser nicht aufheizt, dann hast du eine Endtemperatur von 16°C. Damit kommen viele Fische kurzzeitig (einige Stunden) klar.
mag sein, daß sie die Temperatur abkönnen, aber auch die permanente Gasübersättigung, bis die Wassertemperatur im Aquarium wieder auf Soll gestiegen ist? Das ergibt doch stundenlanges Perlen wie im Sektglas.
Ich fange Osmosewasser auf, temperiere es per Heizstab und durchlüfte es dabei, um es umzuwälzen und überschüssiges Gas auszutreiben.

Grüße, Markus
 
Hallo Markus,
Ich fange Osmosewasser auf, temperiere es per Heizstab und durchlüfte es dabei, um es umzuwälzen und überschüssiges Gas auszutreiben.
Genau, mit deiner Vorgehensweise kannst du auch in kurzer Zeit 100%ige Wasserwechsel durchführen ohne dass die Fische meckern.

Wegen dem Gasausgleich direkt aus der Wasserleitung ist das in kurzer Zeit nicht sinnvoll. Ausser man macht die Zugabe langsam über einen längeren Zeitraum, also mehrere Stunden. Ich mache den Zulauf meist nachts über 9 Stunden und über einen Kohleblockfilter. Das sind dann etwa 80% Wasserwechsel. Mein Becken hat einen Überlauf.
In der Zeit sinkt die Temperatur nicht mehr als 1-2 Grad, liegt also im Rahmen meiner Nachtabsenkung. Die Fische haben wegen der langen Anpassungszeit kein Problem mit dem Gasausgleich, es perlt auch nichts sichtbares aus, auch nicht an den Scheiben. Nur nach dem Lichteinschalten perlen die Pflanzen vielleicht eine Stunde früher als sonst.

MfG
Erwin
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
nochmal zurück zum jbl Aussenheizer. Der hat ja auswechselbare Schlauchanschlüsse. IMG_20240921_132244.jpgWenn man davon die Anschlussgröße des Gewindes in Erfahrung bringt, kann man da sicher auch etwas finden um die 1/4 Zoll Osmoseschläuche direkt anzuschließen.
Vor langer Zeit habe ich für den Kohleblockfilter jeweils zwei Reduziernippel gebraucht.
MfG
Erwin
 

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Vielen Dank euch allen für die vielen Antworten! Ich denke ich werde allerdings versuchen vor die Osmoseanlage eine Mischbatterie zu bauen, so dass ich bereits erwärmtes Wasser in die Osmoseanlage einleite. In den Osmoseschlauch baue ich dann noch ein in-line Thermometer, so dass ich sicher gehen kann, dass es nicht zu warm/kalt ist. Ist zwar schade um die 50% Abwasser aus der Osmoseanlage, die dann umsonst erwärmt wurden, aber ich denke so kriege ich es am zuverlässigsten hin.
 
Hallo,

Ob du da wirklich fündig wirst?
Selbstregulierende also temperaturüberwachende Mischbatterien, die unter 30 Grad zuverlässig arbeiten habe ich noch nicht gesehen. Ausserdem auf den Druck achten. Für Solarbetriebene sind meist nur bis 1 bar geeignet und dürfen nicht an die normale Hauswasserleitung angeschlossen werden.

Bei dieser ist als niedrigste einstellbare Temperatur 20 Grad aufgedruckt. Ob das aber wirklich funktioniert?
Screenshot_2024-09-23-10-20-32-202_com.android.chrome.jpg

Bei mechanisch einstellbaren Mischbatterien ist nicht gewährleistet, dass sich die Temperatur nicht doch mal stark verändert. Besonders im Langzeitbetrieb. Unter Umständen ist dann die Membran der Osmoseanlage geschrottet.

MfG
Erwin
 
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so dass ich bereits erwärmtes Wasser in die Osmoseanlage einleite.
Osmose- Anlagen sollten nur mit kaltem Wasser betrieben werden. Der Kunststoff und die Porenweite mögen kein Warmwasser. Vielleicht hast Du Platz für eine Regentonne / Kanister als Zwischenspeicher. Du kannst dann die Raumtemperatur nutzen, zusätzlich im Fass heizen, aufsalzen, etc, alles in Ruhe mit ein paar Tagen Vorlaufzeit zum Wasserwechsel.
 
Hallo,

ich würde ein Wasser mit ca. 23 Grad (mehr braucht man ja nicht) nicht als „warm“ bezeichnen.
Ich mache das schon viele Jahre so und kann kein Problem mit der Membran erkennen.

Gruß
Dennis
 
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